Die jüngsten Beförderungen haben mir noch einmal bewusst gemacht, wie sehr diese beiden Aufgaben zusammengehören.
Denn die Zukunft eines Unternehmens entsteht nicht allein durch strategische Entscheidungen der Geschäftsführung. Sie entsteht vor allem durch Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Menschen, die an ihren Aufgaben wachsen, eigene Entscheidungen treffen und anderen Orientierung geben.
Genau das erlebe ich in unserem Team.
Verantwortung kann man nicht verordnen
Unsere tägliche Arbeit ist selten einfach oder vollständig vorhersehbar. Internationale Projekte bringen unterschiedliche Beteiligte, enge Zeitpläne, komplexe Anforderungen und immer wieder unerwartete Veränderungen zusammen.
In solchen Situationen reicht es nicht, einen bestehenden Ablauf abzuarbeiten. Es braucht Menschen, die aufmerksam bleiben, Zusammenhänge erkennen und auch dann handlungsfähig sind, wenn der ursprüngliche Plan nicht mehr trägt.
Verantwortung zeigt sich für mich gerade in diesen Momenten: Probleme nicht weiterzureichen, sondern Lösungen zu entwickeln. Risiken nicht erst dann anzusprechen, wenn sie eingetreten sind. Und Kunden nicht mit der Komplexität allein zu lassen, sondern ihnen Orientierung und Sicherheit zu geben.
Diese Haltung entsteht nicht durch eine neue Stellenbezeichnung. Sie entwickelt sich über viele Aufgaben, Entscheidungen und Erfahrungen hinweg. Eine Beförderung macht diesen Weg sichtbar und schafft den Raum, noch mehr Verantwortung zu übernehmen.
Unternehmensentwicklung ist immer auch persönliche Entwicklung
Als Geschäftsführer empfinde ich es als großes Privileg, Menschen auf diesem Weg begleiten zu dürfen. Ich sehe, wie Kolleginnen und Kollegen mit neuen Aufgaben wachsen. Wie aus fachlicher Sicherheit echtes Urteilsvermögen wird. Und wie Menschen beginnen, nicht nur ihren eigenen Bereich, sondern das gesamte Projekt und die Situation des Kunden im Blick zu behalten.
Das macht mich stolz. Nicht nur, weil sich einzelne Menschen weiterentwickeln, sondern weil ihre Entwicklung unmittelbar mit der Entwicklung von Transway verbunden ist.
Unser Anspruch ist es, komplexe internationale Projekte so zu steuern, dass unsere Kunden jederzeit wissen, woran sie sind. Dafür benötigen wir keine reinen Abwickler. Wir brauchen Persönlichkeiten, die Verantwortung tragen, vorausschauend denken und auch in schwierigen Situationen verlässlich bleiben.
Wenn Menschen innerhalb unseres Unternehmens in solche Rollen hineinwachsen, wird dieser Anspruch jeden Tag konkret.
Die nächste Generation entsteht gemeinsam
Bei einem Familienunternehmen wird der Begriff „nächste Generation“ häufig zuerst mit der Unternehmensführung verbunden. Doch für mich greift das zu kurz.
Die nächste Generation von Transway besteht aus allen Menschen, die heute mehr Verantwortung übernehmen und unser Unternehmen mit ihrer Erfahrung, ihrer Haltung und ihren Entscheidungen weiterentwickeln.
Meine Aufgabe sehe ich deshalb nicht nur darin, selbst Verantwortung für die Zukunft zu tragen. Sie besteht auch darin, Vertrauen weiterzugeben, Entwicklung zu ermöglichen und den Menschen in unserem Unternehmen den notwendigen Handlungsspielraum zu eröffnen.
Denn komplexe internationale Projektlogistik wird nicht allein durch Prozesse beherrschbar. Sie wird durch Menschen beherrschbar, die wissen, was zu tun ist, Verantwortung übernehmen und persönlich für eine Lösung einstehen.
Die aktuellen Beförderungen stehen für genau diese Entwicklung. Sie zeigen mir, dass wir unsere Zukunft nicht nur planen. Wir gestalten sie bereits gemeinsam.
Und ich freue mich sehr darauf, diesen Weg mit einem Team weiterzugehen, das Transway jeden Tag durch sein Handeln prägt.
Über den Autor
Andreas Pfefferle ist Managing Director und Inhaber der Transway Holding GmbH, unter deren Dach die Transway Airfreight GmbH, Transway Landfreight & Warehousing GmbH und Transway Internationale Spedition GmbH eigenständig am Markt agieren.
Als Unternehmer in zweiter Familiengeneration setzt er bewusst auf eine dezentrale Struktur: Die operativen Gesellschaften werden von ihren jeweiligen Geschäftsführungen eigenverantwortlich geführt und verfügen über den notwendigen Freiraum, Entscheidungen nah am jeweiligen Geschäft, ihren Kunden und Märkten zu treffen.
Seine Rolle versteht Andreas Pfefferle dabei insbesondere darin, den gemeinsamen unternehmerischen Rahmen zu schaffen, die Zusammenarbeit innerhalb der Gruppe zu fördern und die langfristige Weiterentwicklung der Transway-Gruppe zu begleiten – ohne die operative Eigenständigkeit der einzelnen Gesellschaften einzuschränken.